Ungläubig setze ich einen Fuß vor den anderen. Mein Gesicht zeigt gerade nach vorne. Selbst meine sehr kurzsichtigen Augen können den See Lillasjö nicht übersehen, obwohl uns noch mehrere hundert Meter voneinander trennen. Mein Hund Alex stoppt mich. Ein grüner Halm hat sein Interesse ganz besonders geweckt. Mit seiner schwarzen Hundenase untersucht er ihn Zentimeter für Zentimeter. „Kneif mich mal“, würde ich am liebsten zu ihm sagen, und zwar nicht zum ersten Mal.
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Egal ob auf dieser Straße, auf dem mit braunen Blättern bedeckten, unebenen Waldboden oder auf den sandigen, mit Moos und Gras bewachsenen Wegen: Überall zweifle ich zwischendurch an meinem Verstand. Es ging einfach so schnell. Nein, nicht ganz. Den Wunsch, auszuwandern, habe ich schon seit meiner Jugend, wenn nicht sogar seit meiner Kindheit. Nur das Land war lange Zeit nicht klar oder vielleicht doch? Nur nicht bewusst?!
Zu warm und zu deutsch für Spanien
Früher dachte ich mal an Spanien, aber zwei längere Aufenthalte dort zeigten mir ganz klar: Ich bin dafür zu deutsch. Ohne den Spaniern jetzt unrecht tun zu wollen: Ich habe es als sehr laut und unzuverlässig empfunden. Die zahlreichen knarzenden Mopeds. Die Gespräche anderer Menschen, die selbst über mehrere Meter Entfernung mehr als deutlich zu verstehen waren. Busse, die trotz Fahrplan einfach nicht auftauchten. Terminabsprachen, die eher als Möglichkeit statt als Verbindlichkeit angesehen wurden und mehr. Mittlerweile sind die warmen Temperaturen eh nicht mehr meins und der viele Sonnenschein erst recht nicht. Dafür bin ich schlichtweg nicht gemacht. Aber das habe ich erst erfahren, als ich längere Zeit dort war.
Damals war auch vieles mit Hund nicht so einfach. In viele Restaurants durfte er nicht, genauso wenig in Busse sowie U-Bahnen und nur manche Taxifahrer beförderten mich und meinen damaligen Hund Struppi. In Sachen Hundefreundlichkeit soll sich aber einiges getan haben, wie Maike Bosselmann von „zendero animal“ im Interview „Bellen auf Spanisch: Mit Hund in Spanien leben“ erzählt (hier geht es zum Podcast auf Spotify und hier zu Apple Podcast, aber das Interview kann ebenso über andere Podcast-Plattformen angehört werden).


Die Schweiz entpuppte sich ebenfalls für mich als unpassend. Die rund dreieinhalb Monate mit meinem Hund Struppi in Bern habe ich geliebt und es fiel mir wahnsinnig schwer, nach Deutschland zurückzukehren. Was aber vielleicht an einer schwierigen Zeit innerhalb der Familie gelegen haben kann. Schließlich fühle ich mich auf Dauer nicht wohl und eingeengt, wenn mein Blick nur bis zum nächsten Berg reicht. Ich brauche zwischendrin etwas Weite, und zwar nicht von einem Gipfel aus. Da steht meine mangelhafte Trittsicherheit im Weg. Mein Freiheitsdrang kommt damit ebenso wenig zurecht. Schließlich kann man auf den Gipfeln nicht einfach dorthin treten, wo man will.
Zu viele Berge und zu norddeutsch für die Schweiz
Was ich an der Schweiz aber schätzte, war die Sauberkeit, die Freundlichkeit, das Fehlen vom ständigen Gemecker und die Sicherheit. Allerdings fehlte mir als Norddeutsche die direkte Art der Menschen. Ich komme nicht so gut damit klar, wenn man mir nicht sagt, was wirklich Sache ist. Für die Schweizer, die ich kennengelernt habe, war das aber nahezu unmöglich.
Mein logischer Verstand entschied sich für Irland: ein Land ohne gefährliche Tiere – zumindest an Land – und mit freundlichen, lockeren Menschen. So werden mir die Iren immer beschrieben. Doch die Fährfahrt ohne Haustierkabine schreckte mich stets ab. Mittlerweile gibt es noch ein paar Gründe mehr. Eine Insel könnte für mich außerdem zu einschränkend sein, da man mit Hund nicht immer einfach so woanders hin kann. Da meldet sich wieder mein ausgeprägter Freiheitsdrang. Und natürlich können einen die Hundefreunde aus Deutschland nicht so einfach besuchen.
Mit Hund nach Frankreich auswandern
Frankreich stand ebenfalls weit oben auf meiner Liste. Bei all meinen Besuchen habe ich die Franzosen als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt – auch in Paris. Mein Hund Alex war ebenfalls überall ein gern gesehener oder zumindest vollkommen akzeptierter Gast. Ich wollte an den Atlantik, weil ich, wie ich es schon mehrfach auf Hund im Gepäck geschrieben habe, das Meer liebe. Mein Plan war, einfach loszuziehen und zu schauen, ob mein Hund und ich in Frankreich leben können. Doch dann kam Corona und mit dem Reiseverbot begrub ich meinen Plan.

Statt zu Croissants und Rotwein zog es meinen Hund und mich nach Mitteldeutschland. Vorher hätte ich nie gedacht, dass ich dort einmal lande. Geschweige denn fast fünf Jahre dort lebe. Es war eine sehr herausfordernde Zeit, die aber viele wundervolle Momente für Alex und mich bereithielt (zum Beispiel diese hier: „Das Ende der Mohnblüte“, „Nationalpark Hainich: mit Hund durch Thüringens Urwald“, „Auf den Spuren der Gänsekerle“, „Rhädenrundweg mit Hund“ und „Burgruine Brandenburg: mit Hund ins Mittelalter“). Aber mein Wunsch vom Auswandern mit Hund blieb tief im Innersten bestehen. Im Herbst 2024 spross er dann wieder hervor, und zwar wie manch Bambus: Plötzlich verwandelt der sich in einen riesigen Busch, dem man kaum Herr wird. Gleich war klar, mein Hund und ich ziehen nach Schweden.
Warum nicht mit Hund nach Schweden auswandern?!
2017 führte uns unser erster gemeinsamer Roadtrip durch Südschweden (zu den Blogartikeln: „Mit Hund durch Schweden: Roadtrip Teil 1“ und „Mit Hund durch Schweden: Roadtrip Teil 2“). Zu der Zeit sprach ich übers Auswandern und ich weiß noch, wie mich unsere Begleiterin fragte: „Warum willst Du nicht nach Schweden ziehen?“ Ich dachte kurz nach. Kerstin von „Buddy schreibt“ wird sicherlich über meine Antwort lachen: „Weil ich Angst vor Bären habe.“ Ja, in Schweden leben Bären in freier Wildbahn, um genau zu sein Braunbären. Oft ist von einer geschätzten Population von etwa 3000 Tieren zu lesen, aber mittlerweile müssten es weniger sein. Denn das Land gibt jedes Jahr Bären zum Abschuss frei. Laut einer Meldung der Deutsche Presse-Agentur, kurz dpa, durften im Jahr 2024 486 Bären getötet werden, 2023 waren es 649 Bären (Nachzulesen auch auf Geo.de).
Das größte am Land lebende Raubtier Europas benötigt viel Platz und störungsfreie Rückzugsorte. Laut eines Artikels des WWFs kann sich ein Revier leicht über 100 Quadratkilometer erstrecken und in sehr kargen Gebieten sogar über 1.000 Quadratkilometer.
Schweden mit Hund: Einreisebestimmungen für Hunde
Wer als EU-Bürger mit seinem Hund nach Schweden einreisen möchte, muss folgendes erfüllen (Stand 01/2018):
1. Der Hund braucht einen EU-Heimtierausweis und eine ID-Kennzeichnung in Form eines Mikrochips (eine lesbare Tätowierung ist nur bei Tieren gültig, die vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden sind).
2. Der Hund benötigt eine gültige Tollwutimpfung, die mit einem in Schweden zulässigen Wirkstoff vorgenommen wurde.
3. Der Hund muss beim Zoll angemeldet werden. Das ist entweder an den Zollstationen per Telefon direkt bei der Einreise möglich oder besser noch vorab online auf der Website von Tullverket.
Natürlich können sich Gesetze immer mal wieder ändern, deshalb sollte man die vor Reisebeginn noch einmal überprüfen. Aktuelle Infos bekommt man auf der Webseite des Schwedischen Zentralamtes für Landwirtschaft. Dort steht auch, dass Tiere eingeschläfert werden können, wenn die Einreisebestimmungen nicht erfüllt werden.
Früher sollen in ganz Schweden Bären gelebt haben, allerdings waren sie im vorherigen Jahrhundert fast ausgestorben. Deshalb wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts unter Schutz gestellt. Mittlerweile leben die Braunbären aber nicht mehr im ganzen Land, sondern vornehmlich in Mittel- und Nordschweden, wie zum Beispiel im nördlichen Dalarna, in Norrbotten, im nördlichen Jämtland und in Lappland. Natürlich kann sich ein Bär nach Südschweden „verlaufen“, aber eine Begegnung ist doch eher unwahrscheinlich. Zumal sich die Tiere normalerweise eher vom Menschen fernhalten. Wobei sie manchmal tatsächlich in schwedischen Dörfern aufkreuzen.
Auf ins Pippi Langstrumpf Land
Kurz nach unserem Roadtrip mit Hund durch Südschweden las ich in einem Artikel, dass jeder zweite Schwede Angst vor Bären haben soll. Da klickte das erste Zahnrad und nahm ganz langsam die Fahrt auf. Seit letztem Jahr rattern weitere, und zwar unaufhörlich. Also fing ich an, mit der App Duolingo Schwedisch zu lernen. Ich schaute mir schwedische Serien an, hörte schwedisches Radio, stellte bei anderen Serien den Untertitel auf Schwedisch und lauschte regelmäßig dem Podcast „Coffee Break Swedish“. Ich hatte schon mal angefangen, Finnisch zu lernen und Französisch. Beides gab ich irgendwann wieder auf. Bei Schwedisch blieb ich dran: Tag für Tag. Ich recherchierte, trat Auswanderer-Gruppen bei und besuchte online eine Infoveranstaltung zum Thema „Nach Schweden auswandern“.
Je mehr ich in das Thema eintauchte, umso klarer wurde für mich: Dort will ich mit meinem Hund hin. Also fing ich an, nach Häusern zur Miete Ausschau zu halten. Die Region stand von Anfang an fest. Es sollte das Småland sein. Das bedeutet wörtlich „kleines Land“. Früher bestand es aus mehreren unabhängigen Gebieten. Heute vereint die historische Provinz verschiedene Bezirke (län). Wald, Seen, Felsen und Moore prägen die Natur. Durch Astrid Lindgren und ihre Kinderbuchhelden Pippi Langstrumpf sowie Michel aus Lönneberga dürfte es einigen bekannt sein. Vielleicht liegt dort schon der Ursprung meines Wunsches, in Schweden zu leben. Pippi Langstrumpf war das Vorbild meiner Kindheit: Ich habe insbesondere die Serie und Filme geliebt. Das hat zwar mit meiner Vorliebe für Schweden nichts zu tun, aber im Småland entstand außerdem die Idee für Ikea.


Also suchte ich bei „qasa“ (bis vor einer Weile hieß das Portal noch „bostad“) gezielt im Småland und wurde schnell fündig. Es gab einige schöne Häuschen, aber eines zog mich besonders an. Im Gegensatz zu manch anderen hat es keine schöne Veranda oder einen Balkon aus weißen Holzbalken. Die blaue Tür rief mir aber trotzdem quasi zu: „Schau mich an, ich bin das Richtige!“ Die Fotos ließen mein Herz gleich vor Freude etwas höher hüpfen. Ein kleines, typisches Schwedenhaus: rot, mit weißen Fensterrahmen und alles aus Holz – bis auf das Dach. Holzdielen, Holzbalken an der Decke, Dachschrägen im Schlafzimmer, ein Geschirrspüler, Terrasse und ein Garten.
Bolmen: einer der größten Seen im Småland
Die Lage schien ebenfalls fast perfekt. Ein größerer Ort mit allem, was man zum Leben braucht, in der Nähe und selbst per Fahrrad innerhalb von 30 Minuten erreichbar. Was mir auch wichtig war, dass es für meinen Hund alles Wichtige vor Ort gibt, sprich Tierärzte, Hundephysiotherapie und Hundekurse oder Ähnliches für gemeinsame Aktivitäten. Als ich genauer auf Google Maps hinsah, konnte ich es nicht fassen. Das Haus liegt nicht einfach nur in unmittelbarer Nähe von zwei Seen, sondern einer davon ist sogar der Bolmen. Ich habe es hier auf dem Blog gar nicht ausführlicher erwähnt, aber in der Umgebung habe ich einen der schönsten Abende unseres ersten Roadtrips erlebt.
Alex und ich hatten uns von unseren Begleitern verabschiedet, weil die weiter in den Norden fuhren und wir zurückmussten. Denn zu dem Zeitpunkt war ich noch angestellt und mein Urlaub neigte sich dem Ende. Wie fast die ganzen Tage und Nächte zuvor fuhr ich spontan los und suchte mir einen Übernachtungsplatz, der auf dem Weg Richtung Trelleborg lag. Ich landete bei einem Verein am Bolmen. Bei dem Gedanken, dort mein Zelt aufzuschlagen, war mir nicht wohl. Ob es daran lag, dass wir dort vollkommen alleine gewesen wären, oder ob ich wusste, dass etwas Besseres lockte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall stiegen Alex und ich nach einer kleinen Pause am Wasser wieder ins Auto und fuhren auf gut Glück los.
Verfolger-Rucksack versetzt Alex in Panik
Ein Hinweisschild führte uns schließlich zu einem kleinen, privaten Wohnmobilstellplatz direkt am See. Ich habe mehrfach versucht, den später wiederzufinden, leider bisher vergebens. Für Zelte war er zwar nicht ausgelegt, aber die Lage zwischen Bäumen direkt am See plus Toilette gefielen mir, sodass ich entschied, im Auto zu übernachten. Da es später regnete und sehr windig war, eine gute Entscheidung. Mein VW Polo fiel natürlich auf zwischen den vier Wohnmobilen. So kam ich mit einem Ehepaar aus Deutschland ins Gespräch. Sie luden mich kurzerhand zu Wein und norwegischem Käse in ihr Wohnmobil ein. Da Alex zu der Zeit noch deutlich ängstlicher in Bezug auf Fremde war, ließ ich ihn draußen bei geöffneter Tür mit direktem Blick zu mir.

Angst bei Hunden: erkennen, verstehen, begreifen
Angst kann jeden treffen. Die Anzeichen werden aber teils übersehen oder völlig falsch gedeutet. Deshalb widmet sich die Miniausgabe von „Hund im Gepäck – das Magazin“ dem Thema Angst bei Hunden. Auf über 20 Seiten lernst Du unter anderem die Unterschiede zwischen Angst, Furcht und Phobie kennen. Du erfährst, was Angst beim Hund verursacht und wie Du sie erkennen kannst. Im Audiointerview mit Therese Wichmann geht es um das Thema Entspannung für Hunde. Außerdem gibt es Wissenswertes rund um den Hund und interessante Informationen aus der Wissenschaft.
Es war so ein schöner, netter, geselliger Abend, an den ich selbst nach über acht Jahren sehr gerne zurückdenke. Nur Alex erlebte einen Schreckmoment. Als der Mann ausstieg und auf ihn zukam, erschreckte er sich, schoss nach vorne und wurde dann von meinem Rucksack verfolgt. Ich hatte seine Leine nämlich „schlauerweise“ daran befestigt. Allerdings versetzte ihn der rasende Verfolger-Rucksack in Panik, sodass er mehrere Runden und viele beruhigende Worte brauchte, bis er endlich wieder stehenblieb. Alex beruhigte sich dann wieder recht schnell. Mein Wanderrucksack nicht. Die Verfolgungsjagd hinterließ ein großes Loch.
Mit Hund in Schweden leben auf Zeit
Schon während dieses Roadtrips mit Hund durch Schweden, wusste ich, dass ich unbedingt wiederkommen will. Denn noch nie zuvor war ich so entspannt sowie glücklich auf Reisen und in einem fremden Land. Am Strand von Skateholm verbrachten Alex und ich mit schwerem Herzen unseren letzten Abend. Am liebsten wäre ich direkt mit Alex da geblieben. Dass wir aber einmal nach Südschweden ziehen, hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht. Bis jetzt kann ich es immer noch nicht recht glauben.
Das kleine, rote Schwedenhaus schien zwar meins zu sein, aber als ich genauer hinsah, entdeckte ich, dass es nur befristet vermietet wird. Ich wollte aber etwas Festes, das wir auf unbestimmte Zeit, wenn nicht sogar für immer bewohnen können. Also klickte ich mich weiter durch die anderen Anzeigen. Aufgrund verschiedener Vorkommnisse, wie der Tierarztodyssee im Frühjahr, unterbrach ich die Suche immer wieder. Das rote Haus mit der blauen Tür war aber weiterhin in der Timeline und ließ mich nicht los.

Einfach hochfahren, um andere Häuser zu besichtigen, war nicht möglich. Und eines wurde mir direkt vor der Nase weggeschnappt. Da das kleine Haus mit der blauen Tür nicht verschwand, dachte ich noch einmal darüber nach. Vielleicht ist das Temporäre gar nicht so verkehrt. Schließlich lässt sich vor Ort leichter etwas zur Miete finden. Außerdem können wir so erst einmal testen, ob Schweden tatsächlich für mich und meinen Hund passt. Als Europäer kann man drei Monate ohne Registrierung und ohne Aufenthaltsgenehmigung in einem anderen europäischen Land verbringen. Also schrieb ich die Vermieterin an. Sie antwortete und bat um meine Telefonnummer. Allerdings hörte ich dann nichts mehr von ihr.
In der Haustierkabine über die Ostsee
Das Haus sollte bereits ab September vermietet werden. Für mich stand aber fest, dass ich nicht vor Dezember umziehe. Denn den 100. Geburtstag meiner Oma Ende November wollte ich auf gar keinen Fall verpassen. Eine Stimme sagte mir zwar, dass wir in das Haus ziehen, aber ich dachte, sie hätten jemand anderen gefunden. Jemand, der früher einzieht und vielleicht aus Schweden kommt. Immer wieder dachte ich, ich solle noch einmal nachfragen, wollte aber nicht nerven. Deshalb machte ich es nicht. Bis ich privaten Ärger hatte. Ehrlich gesagt kann ich schon manchmal richtig bockig sein und handle dann aus Trotz. So auch da.


Ich schrieb die Vermieterin in Schweden erneut an und dann ging es ganz schnell. Einen Tag später telefonierte ich mit ihrem Bruder. Zwei Wochen später war der Mietvertrag unterschrieben. Etwa vier Wochen später liegen Alex und ich in der Haustierkabine von der MS Skåne von Stena Line: Alex in der für 5 Euro dazu gebuchten Hundekoje (ein Hundebett, das ich mit seiner Decke ausstattete) und ich im Bett. Sechs Stunden fahren wir mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg. Und wiederholen so quasi die Fahrt, die wir schon 2017 gemacht haben.
Endlich mit Hund in Schweden
Von Trelleborg fahren wir über Malmö und Helsingborg weiter ins Landesinnere. Also von Skåne län nach Kronobergs län ins Småland von Schweden. Die ganze Fahrt über kann ich es nicht fassen und zweifle daran, dass wir je ankommen. Denn die Wochen davor waren hart. Ich bin schon oft umgezogen, aber dieser Umzug war mit Abstand der härteste und lief so absolut gar nicht nach Plan. Es gab viel Stress, viel Ärger und ich habe mehrere Nervenzusammenbrüche erlebt. Alles sorgte dafür, dass ich die Fährfahrt mehrfach verschob und kurzfristig aus Panik heraus absagte. Schließlich mussten wir einen Zwischenstopp bei meinem Bruder in Bremen einlegen. Aber wir haben es geschafft und sind in Ljungby kommun angekommen.
Ich sage immer: „Nichts ist perfekt“, aber dieses kleine Häuschen und vor allem die Umgebung kommen sehr nah dran. Ich bin gespannt auf Alex und mein Leben in Schweden und darauf, ob unsere restlichen Sachen nächstes Jahr aus der Lagerbox nach Schweden reisen oder wir doch wieder nach Deutschland zurückkehren. Stand jetzt wünsche ich mir Ersteres! Mal schauen…
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