Fanø ohne Hund ist möglich – aber sinnlos

Es gibt so viele wunderschöne Orte auf der Welt, die man super mit Hund bereisen kann. Einige habe ich, zum Teil mit Alex, auch schon besucht. Doch ein absolutes Lieblinsziel, wo es uns immer wieder hin treibt, war bis jetzt noch nicht dabei. Zissi von La Piba Rosa hat so einen Ort bereits gefunden, wo sie schon seit mehreren Jahren mit ihrer Hündin Rosa Urlaub macht. Was man da mit Hund alles erleben kann, verrät sie im folgenden Gastbeitrag.

Fanø ohne Hund ist möglich – aber sinnlos

So ganz stimmt das natürlich nicht, immerhin habe ich meine ersten 27 Lebensjahre Urlaub ohne Hund auf der dänischen Nordseeinsel gemacht – und als sinnlos würde ich keinen davon bezeichnen. Dennoch erlebe ich Fanø mit Hund noch einmal viel intensiver und möchte euch in diesem Gastbeitrag von den unzähligen Möglichkeiten erzählen, die sich auf der kleinen Wattenmeerinsel offenbaren. Dabei sind diese vermutlich nur ein Bruchteil dessen, was man wirklich alles auf Fanø erleben kann. Alleine deshalb lohnt sich ein Besuch!

Spaziergänge durch die Orte

Die vier Orte auf Fanø heißen Nordby, Fanø Bad, Rindby (Strand) und Sønderho. Jeder Ort hat seinen eigenen Flair. Während man in Nordby und Sønderho an alten Gebäuden vorbeispazieren kann und viele kleine Geschäfte zum Bummeln findet, befinden sich in Fanø Bad und Rindby vor allem Ferienhäuser. Am liebsten spaziere ich persönlich durch die mir so bekannten Straßen von Rindby Strand.

Strandspaziergänge

Bei 12 km Sandstrand – mit einer Breite von größtenteils mehr als 700 m – liegt es auf der Hand, dass man hier auch wunderbar mit dem Hund spazieren gehen kann. Wer außerhalb der Saison nach Fanø kommt – also zwischen dem 01. Oktober und dem 31. März – darf seinen Hund am kompletten Strand frei laufen lassen.
Das restliche Jahr über herrscht – wie auf der ganzen Insel – Leinenzwang. Es scheint jedoch eine gewisse Toleranz zu geben und so trifft man – gerade am autofreien Strand nördlich von Fanø Bad – immer wieder Hundehalter, die ihre Hunde frei laufen lassen. Die Hunde sollten aber
immer abrufbar sein, in der Nähe des Halters bleiben, niemanden belästigen und keine Küstentiere gefährden. Hinterlassenschaften zu entfernen setze ich als selbstverständlich voraus. Letztendlich bricht man jedoch das Gesetz, was mit einer Strafe von bis zu 2000,- DKR (über 250,- €) geahndet werden kann.

Hundewald

Wer keine Strafe riskieren, seinem Hund aber trotzdem Freilauf gewähren möchte, der kann den Hundewald zwischen Rindby und Sønderho besuchen. Dieses 6 ha große Gebiet ist durchgängig mit einem Wildzaun umgeben und bietet durch unterschiedliche Untergründe (vor allem aber Sand- und Heideboden), viele Bäume, Sträucher, Hügel und Moraste einen Abenteuerspielplatz für die Hunde.

Wandern

Fanø gehört zum Nationalpark Wattenmeer und auch im Inland gibt es viele Orte, die man mit Hund besuchen kann, zum Beispiel die Vogelkojen, die früher zum Fang von Wildenten genutzt wurden, das Naturgebiet “Fanø Klitplantage”, welches aus einem Mix aus Wald, Dünen, Heide und Seen besteht, oder der Pælebjerg, mit 21 m die höchste Erhebung der Insel. Übrigens gibt es auch eine Reihe von Geocaches auf Fanø.

Fahrradtouren/Inlineskating

Wer einen Fahrradträger am Auto hat, sollte den Drahtesel auf jeden Fall mitnehmen, denn auf Fanø kommt man mit diesem sehr gut von A nach B. Die Wege sind in einem hervorragenden Zustand und so machen wir nicht selten Radtouren von Rindby nach Sønderho, um dort ein Softice und/oder ein Fadøl (Fassbier) zu verzehren.
Der Strand ist sowohl mit Auto als auch mit Fahrrad gut zu befahren (mit Inlineskates natürlich nicht), da der Sand sehr fest ist. Es ist empfehlenswert, die Strandstrecke mit Rückenwind zu fahren. Wer sich oder seinem Hund nur eine Strecke zumuten möchte, der kann ab Sønderho einen Bus zurück nehmen. Zu Preisen und der Mitnahme von Fahrrad und Hund kann ich jedoch nichts sagen.

Dogscooter fahren

Über Ostern hatten wir das erste Mal unseren Dogscooter mit auf der Insel. Als jagdlich ambitionierte Hündin war es für Rosa eine enorme Motivation, hin und wieder ein Kaninchen vor der Nase zu haben. Ihre Zugbereitschaft war somit deutlich gesteigert und besonders im Ferienhausgebiet drehten wir mit Grinsen auf dem Gesicht unsere morgendlichen Runden. Auch am Strand funktionierte das Scootern gut.

Canicross/Joggen

Auf Fanø gibt es viele sportlich engagierte Menschen. Da reihe ich mich mit Rosa gerne ein. Die Möglichkeiten, Canicross zu betreiben, sind grenzenlos: durch die Ferienhausgebiete, am Strand entlang, durch die Dünen, die Heide oder Wälder… Wir lieben vor allem die kleinen, geschlungenen Pfade mit sandigem Boden.

Dummytraining

Da Rosa nicht gerne schwimmt, kam dieses Jahr das erste Mal ein schwimmender Dummy zum Einsatz. Zwischen den Sandbänken bilden sich häufig knöchelhohe Priele, durch die sich selbst mein Wasser nicht-liebender Hund wagt. Aber auch sonst bieten sich viele Versteckmöglichkeiten, zum Beispiel die diversen Bunker – Überbleibsel aus der Kriegszeit.

Bei uns ist der nächste Sommerurlaub auf Fanø bereits geplant und ich freue mich schon darauf, wieder jeden Tag Zughundesport zu machen. Mittlerweile kann ich mir diesen Inselurlaub ohne Hund nicht mehr vorstellen.

Vielen Dank an Zissi für die tollen Tipps!

Wenn Du noch mehr über Rosa und Zissi erfahren möchtest, schau am besten bei Facebook und/oder auf dem Blog vorbei. Dort findest Du in dem Beitrag “Osterurlaub auf Fanø” noch mehr Informationen über Fanø wie zum Beispiel alles zum Thema Anreise sowie Unterkunft und noch mehr

Falls Du selbst schon auf Fanø warst, freue ich mich natürlich davon in den Kommentaren zu lesen!

Text und Fotos: La Piba Rosa

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